Autor: MaxKleinhenz (Seite 27 von 54)

Ergebnisse der Hartz IV-Verhandlungen

Ein Erfolg für Arbeitnehmer und Arbeitslose, bedürftige Kinder und Kommunen

Nach einer monatelangen Blockade durch Schwarz-Gelb haben wir endlich einen Durchbruch in den Verhandlungen über das Hartz-IV-Paket erzielt. Die SPD hat echte Fortschritte für Arbeitnehmer, für Arbeitslose, für bedürftige Kinder und für die Kommunen erzielt. Das hilft allen Menschen in Deutschland. Dieser Erfolg ist auch der Beharrlichkeit und Geschlossenheit in der sozialdemokratischen Verhandlungsführung um Manuela Schwesig und Kurt Beck zu verdanken.

  • Für Arbeitnehmer: Wir haben Mindestlöhne für 1,2 Millionen Beschäftigte, in der Zeitarbeit, im Sicherheitsgewerbe und in der Weiterbildungsbranche erreicht.
  • Für Arbeitslose: Das Arbeitslosengeld II steigt ab 1. Januar 2011 um 5 Euro und 1.Januar 2012 um weitere 3 Euro. Dazu kommt die notwendige Anpassung an die Lohn- und Preisentwicklung.
  • Für Kinder: 500.000 bedürftige Kinder werden zusätzlich am Bildungspaket teilhaben. 3.000 zusätzliche Sozialarbeiter werden sich künftig um Kinder und Jugendliche an Schulen in sozialen Brennpunkten kümmern. Bedürftige Kinder erhalten ein kostenloses Mittagessen an Schulen und Horten.
  • Für die Kommunen: Der Bund übernimmt ohne Vorbedingungen schrittweise bis 2014 die Kosten der Grundsicherung im Alter. Die Kommunen werden dadurch ab 2014 um 4 Milliarden Euro pro Jahr entlastet. Zusätzlich übernimmt der Bund die tatsächlichen Kosten des Bildungspaketes und der Mittagessen der bedürftigen Kinder.

In einem Punkt gab es keine Einigung: Die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP sind bei der Gleichbehandlung zwischen Stamm- und Leiharbeitnehmern von ihrer Blockadehaltung nicht abgerückt. Wir setzen uns weiterhin gemeinsam mit den Gewerkschaften für die vollständige Gleichbehandlung zwischen Stamm- und Leihbelegschaften ein. Dies ist ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit und der wirtschaftlichen Vernunft. Und dieses Ziel der Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer werden wir in den Mittelpunkt der kommenden politischen Auseinandersetzungen stellen. Wir haben die Verhandlungen über die ganzen Monate in enger und guter Zusammenarbeit mit den Grünen geführt. Am Ende konnten die Grünen dem gefundenen Kompromiss nicht zustimmen. Das bedauern wir. Grund waren die Zweifel der Grünen an der Verfassungsmäßigkeit des Regelsatzes. Auch wir hatten dazu bis zuletzt viele offene Fragen. Wir sind überzeugt, dass wir unterm Strich die jetzt von uns durchgesetzten Verbesserungen für Millionen Menschen nicht verweigern dürfen. Der gefundene Kompromiss soll voraussichtlich am 25. Februar 2011 in Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden. Die SPD übernimmt die notwendige Verantwortung für die Menschen in Deutschland.

Friedel: „Überwiegend positive Bilanz“ / Friedliche Proteste hatten Erfolg/Informationspolitik der Stadt katastrophal

Angesichts der größtenteils friedlichen Proteste zieht die Dresdner SPD-Vorsitzende Sabine Friedel eine „überwiegend positive“ Bilanz: „Viele Dresdner und Gäste haben stundenlang ausgeharrt und mit ihrem friedlichen Protest bei den Blockadepunkten und Mahnwachen ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt. Das ist ein klarer Erfolg für die Demokraten und eine klare Niederlage für die Nazis.“ Ein großer Dank gelte dem Bündnis ‚Dresden Nazifrei’, den Dresdner Kirchgemeinden und allen Menschen, die sich friedlich engagiert haben.

Kein Verständnis zeigt Friedel für die gewaltvollen Ausschreitungen abseits der friedlichen Blockaden: „Wer Barrikaden errichtet und Pflastersteine wirft, schadet dem friedlichen Protest und verhält sich einfach nur absolut dämlich. Dafür gibt es keinerlei Rechtfertigung.“ Schockierend seien die Übergriffe der Nazis auf ein Wohngebäude in Dresden-Löbtau, bei denen die Polizei nicht eingriff.

Als unverantwortlich bezeichnet Friedel die Informationspolitik der Stadt: „Für alle Beteiligten ist es eine Zumutung, erst wenige Stunden vorher die Aufmarschrouten der Nazis zu erfahren. Die Anwohner in der Südvorstadt und in Plauen wurden völlig allein gelassen. Sie konnten sich überhaupt nicht vorbereiten. Gleiches gilt für die Verkehrsbetriebe, die Einsatzkräfte der Polizei und die Händler vor Ort. Die Geheimniskrämerei der Dresdner Verwaltung hat vielerorts Chaos verursacht, das vermeidbar gewesen wäre.“ So hätten Baustellen und Mülltonnen frühzeitig beräumt werden können, wenn die Stadt richtig gehandelt hätte.

Friedel schlägt vor, dass sich der Innenausschuss des Sächsischen Landtages auf einer Sondersitzung über das Einsatzgeschehen am 19. Februar informieren lässt: „Das ist angesichts der Ereignisse auf jeden Fall erforderlich. Es gab zahlreiche verletzte Polizeibeamte, Wasserwerfer wurden eingesetzt, Barrikaden errichtet, ein Parteibüro gestürmt. Die Umstände und Ursachen dafür sollten die Fachpolitiker mit Ruhe und Sorgfalt analysieren.“

Pallas: Dank an Bürgerinnen und Bürger/Unverständnis für Gewalt/Umfassende Auswertung notwendig

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger aus der Dresdner Südvorstadt und Plauen,

im Namen der Plauener SPD möchte ich mich bei den Vielen bedanken, die sich aktiv an den Mahnwachen der Kirchgemeinden und den friedlichen Protesten gegen Rechtsextremismus beteiligt haben. Sie haben mit dazu beigetragen, den Nazis ein deutliches Signal für Demokratie und Toleranz entgegen zusetzen. Gleichzeitig war die überwiegende Mehrheit der Menschen friedlich und besonnen. Und das, obwohl der Hauptteil des Geschehens sich im Dresdner Süden abspielte. Schwierig war aus unserer Sicht die für uns Alle überraschende Entwicklung am späten Nachmittag, als die Nazis sich ohne Genehmigung in Plauen sammelten. Auch am frühen Nachmittag zogen mehrere hundert Neonazis unbehelligt und nahezu ohne polizeiliche Begleitung u.a. über die Zwickauer Str.  stadteinwärts. Hier ist im Nachgang zu hinterfragen, wie es zu dieser risikoreichen Situation kommen konnte.

Kein Verständnis haben wir für die gewaltbereiten Gegendemonstranten, welche sich abseits der Nazis in Nebenstraßen Schlachten mit der Polizei lieferten, Steine warfen, Mülltonnen anzündeten und ihrerseits die Anwohner in Angst und Schrecken versetzten. Zahlreiches öffentliches und privates Eigentum wurde beschädigt. Ob es Verletzte gab, ist noch unklar. Letzendlich haben sie dem Anliegen, friedlich ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen, einen Bärendienst erwiesen. Dominant in den Bildern der Medien waren oft die gewalttätigen Szenen. Ein schlechtes Signal!

Nun müssen das Geschehen von gestern in Ruhe ausgewertet und die richtigen Schlüsse für die Zukunft gezogen werden. Wir Sozialdemokraten werden uns daran konstruktiv beteiligen.

Herzliche Grüße
Ihr Albrecht Pallas
Vorsitzender der SPD Plauen

Plauener SPD nimmt Wünsche an Kommunal-Politik entgegen

An der Haltestelle Räcknitzhöhe wird die Sprechstunde stattfinden

Freiluftsprechstunde mit Stadtrat Albrecht Pallas in Zschertnitz

(Dresden) Die Wünsche der Bevölkerung an die Dresdner Kommunalpolitik wird die Plauener SPD am kommenden Donnerstag, 03. Februar 2011, von 15 bis 17 Uhr in Zschertnitz, Haltestelle Räcknitzhöhe, entgegen nehmen. Stadtrat Albrecht Pallas hält gleichzeitig eine Freiluft-Sprechstunde ab.

„In der Bevölkerung gibt es viele gute Ideen, wie Stadtteile schöner oder Probleme einfach beseitigt werden können. Deshalb gehen wir auch direkt in die Stadtteile, um mit den Menschen über ihre Vorstellungen zu sprechen und ihre Ideen aufzunehmen“, sagte Stadtrat Pallas. „Bei dieser Gelegenheit können die Zschertnitzer auch Informationen zu den lokalen Auswirkungen der Haushaltskürzung auf Landesebene und zum aktuellen Stand bei den Hartz IV-Verhandlungen in Berlin bekommen“, ergänzt der Vorsitzende des Plauener SPD-Ortsvereins.

SPD Plauen hat Vorstand neu gewählt

Stadtrat Albrecht Pallas als Vorsitzender bestätigt

(Dresden/ Plauen) Auf ihrer Jahreshauptversammlung am vergangenen Montag, 24. Januar, wählten die Sozialdemokraten aus Plauen ihren Vorstand neu. Als Vorsitzender wurde der Stadtrat Albrecht Pallas wiedergewählt, der im vorletzten Jahr das Amt von Hilmar Günther übernommen hatte.

Stellvertretende Vorsitzende wurden die Volkswirtin Caroline Hühn und der Versicherungskaufmann Steffen Gleißner. Dieter Struffmann gab nach 20 Jahren das Amt des Kassierers an den Diplomingenieur Dirk Wieghardt ab. Neue Schriftführerin ist die Doktorandin Andrea Augustin. Den Vorstand komplettieren der Rechtsanwalt Matthias Ketzer, der Museumspädagoge Erik Zimmermann, der Musiklehrer Jürgen Stäbener und die Psychologin Marlen Hupke.

„Der neue Vorstand kann sich in wahlkampffreien Jahr 2011 voll auf die inhaltliche Arbeit und auf den Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern konzentrieren. Gerade die kleinen Dinge, Ärgernisse vor der Haustür oder Ideen für die Stadtteile, sind uns wichtig. Wir werden Anregungen der Bürger als Impulse für unsere zukünftige politische Arbeit nutzen.“, erklärte der Albrecht Pallas.

„Gerade im Bereich Bildung wollen wir uns weiterhin engagieren“, so der 30jährige Polizeibeamte weiter. Ein Schwerpunkt für den neuen Vorstand sei der Einsatz für die Wiedereröffnung der 126. Grundschule.

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