Seite 20 von 55

Negativ-Trendsetter GAGFAH – Dresdner Mietpreise steigen weiter

Am vergangenen Freitag legte der GAGFAH- Konzern seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2012 vor. Satte Erträge, gute Entwicklung – was für Anleger und Börsen eine freudige Nachricht ist, hat für die Dresdner Mieter eine klare Kehrseite. Die Mieten ihrer Wohnungen steigen weiter.

Seit der kommunale Dresdner Wohnungsbestand an den Finanzinvestor verkauft wurde, weist die Mietentwicklungskurve nach oben: In den sieben Jahren seit der Privatisierung stieg die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter um 23 Prozent (von 3,91 EUR im Jahr 2005 auf 4,81 EUR im Jahr 2012). Mit einem Fünftel des gesamten Dresdner Wohnungsbestandes hat der Konzern Gestaltungsmacht für den gesamten Dresdner Wohnungsmarkt. Und so spiegelt sich die Entwicklung auch in der Stadt insgesamt wieder: In keiner deutschen Großstadt zogen die Mieten zuletzt so stark an wie in Dresden. Die Mietpreise liegen hier mittlerweile über dem Bundesdurchschnitt.

Verschärft wird das Problem durch den mittlerweile herrschenden Wohnungsmangel: Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Dresdner Haushalte um 18 Prozent gestiegen. Die Zahl der Wohnungen hingegen blieb im gleichen Zeitraum nahezu konstant (+0,3 Prozent). Deshalb fordert die Dresdner SPD, dass Fördermittel für den Wohnungsbau bereitgestellt werden: „Wohnen muss bezahlbar bleiben“, so die Dresdner SPD-Vorsitzende Sabine Friedel. Mit Anträgen im Stadtrat und im Sächsischen Landtag wollen die Sozialdemokraten für die Schaffung preiswerten Wohnraums sorgen. „Nach dem WOBA-Verkauf der schwarzgelben Mehrheit ist aus dem angeblichen Mieterparadies Dresden ein knallharter Vermietermarkt geworden. Gerade Familien und Menschen mit wenig Einkommen finden kaum noch etwas. Diese Entwicklung muss sofort gestoppt werden“, so Friedel.

Kontakt: Sabine Friedel, 0178-7492079

Dresden will’s wissen

Pressemitteilung

Meinungen zum „Kommunalen Handlungskonzept Bildung“ gesucht

Von Freitag, 29. März, bis Mittwoch, 10. April, lädt das Bildungsbüro der Landeshauptstadt Dresden zur Beteiligung am ersten Entwurf des „Kommunalen Handlungskonzeptes Bildung“ ein. Das Handlungskonzept beinhaltet konkrete Maßnahmen und Empfehlungen, wie die Bildungsarbeit in Dresden in den nächsten Jahren gestärkt und verbessert werden kann. Bevor dieses Konzept in den Fachämtern und Ausschüssen behandelt wird, haben die Dresdner Bürgerinnen und Bürger das Wort: Sie erhalten die Möglichkeit, schriftlich, per E-Mail oder mündlich ihre Ideen und Vorschläge als Stellungnahmen zum Handlungskonzept einzubringen und so die Bildungsarbeit in Dresden mitzugestalten.

Das Handlungskonzept ist ab Freitag, 29. März, unter www.bildung.dresden.de zu finden. Die Stellungnahmen können bis zum 10. April an das Bildungsbüro im Geschäftsbereich Soziales, Postfach 12 00 20, 01001 Dresden oder per E-Mail an bildung@dresden.de gesendet werden.

Am Mittwoch, 10. April, 18 Uhr, findet eine öffentliche Anhörung im Lichthof des Dresdner Rathauses, Dr.-Külz-Ring 19 zum vorgelegten Handlungskonzept statt. Diese Veranstaltung bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, ihre fachlich qualifizierten Meinungen und Ideen vor Ort einzubringen.

Die Fragen, die bei der Diskussion des Handlungskonzeptes im Vordergrund stehen, sind:

  •  Was müssen wir in Dresden tun, um den Bildungserfolg auch bei ungünstigerer sozialer Herkunft sicherzustellen? Wie kann das gelingen?
  • Was können wir tun, um das bürgerschaftliche Engagement in Dresden zu stärken und auszubauen? Wie kann diese Entwicklung stärker unterstützt werden?
  • Wenn Sie zehn Jahre voraus denken: In welchen Bereichen sehen Sie weitere große bildungspolitische Herausforderungen? Wie können wir diesen aktiv begegnen?

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Sachsen (DKJS) und der Bildungsblog-Dresden.de begleiten die Entwicklung des Handlungskonzeptes unter dem Motto „Dresden will‘s wissen“. Auf www.bildungsblog-dresden.de erscheinen ab Donnerstag, 14. März, verschiedene Beiträge, die sich auf das Handlungskonzept beziehen und konkrete Problemfelder thematisieren. Im moderierten Bildungsblog kann zu den Beiträgen und den drei Fragen während der gesamten Konsultationsphase diskutiert werden. Präsentiert wird auch eine Anleitung zum Verfassen einer Stellungnahme.

Grundlage des Handlungskonzeptes ist der 1. Dresdner Bildungsbericht, den die Stadt im September letzten Jahres vorgestellt hat. Auf 364 Seiten fasst der Bericht Zahlen und Fakten zum Thema Bildung zusammen und zeigt die Herausforderungen für die Stadt Dresden auf. Der gesamte Bildungsbericht sowie eine Kurzfassung stehen unter www.bildung.dresden.de

Sitzung des Ortsbeirates Plauen – SPD kritisiert Kita-Fachplanung – Angebote der Jugendhilfe sollen ausgebaut werden

(Dresden / Plauen) Am kommenden Dienstag, 26.02.2013 tagt der Ortsbeirat Plauen ab 17.30 Uhr im Rathaus Plauen, Nöthnitzer Str. 1. Auf der Tagesordnung stehen die Jugendhilfeplanung, die Fortschreibung des Fachplans Kita, der Neubau einer Sporthalle an der 70. Grundschule „An der Südhöhe“ und der Bebauungsplan Nöthnitzer Str. / Campus-Süd. Damit sind bildungspolitische Themen der Schwerpunkt der Ortsbeiratssitzung. Der SPD-Ortsverein Dresden-Plauen und die SPD-Ortsbeiräte nehmen zu den Punkten wie folgt Stellung:

Jugendhilfeplanung für die Leistungsbereiche „Kinder-, Jugend- und Familienarbeit“ und „Andere Aufgaben/Jugendgerichtshilfe für 2013 – 2016

Die SPD begrüßt, dass mit dieser Planungsleistung die Jugendhilfe in den Dresdner Stadtteilen zielgerichtet organisiert werden kann. Dass der Sozialraum Südvorstadt/Zschertnitz eine geringe und der Sozialraum Plauen/Coschütz/ Mockritz kaum soziale Belastung aufweist, kann indes nicht beruhigen. Schließlich zeigt der Bericht einige Defizite auch im Ortsamt Plauen auf. Ortsbeirätin Heike Wieghardt sagte dazu: „Insbesondere bei Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sehen wir den größten Handlungsbedarf. Schließlich haben wir in Plauen den höchsten Anteil an Migrantinnen und Migranten in Dresden. Nicht einverstanden sind wir allerdings mit der vorgeschlagenen Abschaffung des geschlechterspezifischen Ansatzes im ‚Plauener Bahnhof‘. Die Einrichtung arbeitet seit Jahren sehr erfolgreich mit den individuellen Angeboten für Jungen und Mädchen. Diese Erfolge dürfen nicht mit einem Handstreich zunichte gemacht werden. Gerade durch die 2 Mio. € zusätzlichen Haushaltsmittel im Bereich Jugendhilfe kann auch dieser Ansatz weiter finanziert werden.“
Die SPD-Ortsbeiräte werden beantragen, den geschlechterspezifischen Ansatz im Kinder- und Jugendhaus Plauener Bahnhof zu erhalten.

Fortschreibung Fachplan Kita für das Schuljahr 2013 / 2014

Zum zweiten Mal in Folge wird der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen im Ortsamtsbereich Plauen durch die Fachplanung nicht gedeckt. Danach gibt es 13 Plätze zu wenig. Die SPD weist darauf hin, dass bei der Planung aber noch nicht die zahlreichen einpendelnden Eltern berücksichtigt wurden, die woanders wohnen aber trotzdem einen Platz in Plauen brauchen, weil sie an der TU oder in hiesigen Forschungseinrichtungen arbeiten. Die Sozialdemokraten haben schon auf Grund der geringen Betreuungsplätze erhebliche Zweifel, dass der Rechtsanspruch für die Betreuung von unter 3-jährigen zum 01.08.2013 im Ortsamtsgebiet Plauen gedeckt werden kann. Als zweites Problem steht die Sicherung der Qualität der frühkindlichen Bildung in der Diskussion. Der Plauener Stadtrat Albrecht Pallas sagte dazu: „Ich befürchte, dass gerade die so dringend benötigten Integrationsplätze in Plauen den Maßnahmen der Verwaltung zum Opfer fallen könnten. Wir kämpfen darum, Kapazitäten zu schaffen, ohne die Einrichtungen bis unters Dach mit Kindern zu füllen. Auch in dieser Hinsicht ist der Fachplan Kita für 2013/14 nicht zustimmungsfähig.“ Die Sozialdemokraten erkennen an, dass der Fachplan Kita zunächst ein Planungsinstrument ist, um die Kita-Platz-Entwicklung zu steuern. Deshalb werden sich die SPD-Ortsbeiräte bei der Abstimmung enthalten.

Neubau einer Einfeldsporthalle mit Horträumen für die 70. Grundschule „An der Südhöhe“

Die Plauener Sozialdemokraten stehen zu dem Erweiterungsbau für die 70. Grundschule. Gerade die Horträume sind nach der baupolizeilichen Sperrung des Gebäudes auf der Michelangelostraße dringend benötigt. Seit der Sperrung werden die Hortkinder nachmittags in den doppelt genutzten Unterrichtsräumen der Grundschule betreut. SPD-Ortsbeirätin Heike Wieghardt sagte dazu: „Wir erwarten, dass die Stadtverwaltung versucht, das Gebäude so schnell wie möglich fertigzustellen. Schließlich hatten die Eltern überhaupt erst durch die Presse von der Schließung des Hortgebäudes erfahren. Hier muss verlorenes Vertrauen zurückgewonnen werden.“

Bebauungsplan Nöthnitzer Str. / Campus-Süd

Mit Verwunderung nehmen die Plauener SPD-Ortsbeiräte zur Kenntnis, dass dieser wichtige und inhaltlich umfangreiche Punkt erst nach der Einladungsfrist bekannt gegeben wurde. Eine erfolgreiche Entwicklung der TU Dresden stünde mit einer erfolgreichen Stadtentwicklung im Zusammenhang. Die SPD Dresden-Plauen will eine Entwicklung der TU Dresden ebenfalls befördern. Dabei gelte es aber einige Konflikte mit Umweltfragen und Stadtentwicklung generell – im konkreten Fall Stadtteilentwicklung – zu lösen. Die SPD-Ortsbeiräte hätten erwartet, dass für dieses komplexe Thema ausreichend Zeit zum Aktenstudium und zur Diskussion gegeben wird. Deshalb wird die SPD zur Ortsbeiratssitzung eine erste Lesung der Vorlage und damit eine Vertagung der Entscheidung bis zur nächsten Sitzung beantragen.

Kontakt:
Albrecht Pallas (0174-3167310)
Heike Wieghardt (heike@hd-wieghardt.de)

Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung: 150 Jahre deutsche Sozialdemokratie

Die Friedrich-Ebert-Stiftung macht mit ihrer Wanderausstellung „150 Jahre deutsche Sozialdemokratie“ Station in Dresden: Vom 20.02.2013 bis zum 10.03.2013 können die Besucher im Atrium des WTC Dresden (Ammonstraße 74 / Ecke Freiberger Straße) einen anschaulichen Streifzug durch die bewegte Geschichte der ältesten demokratischen Partei Deutschlands der SPD unternehmen.

Die feierliche Eröffnung findet am Freitag, 22.02.2013 um 16 Uhr mit Martin Dulig, Vorsitzender der SPD in Sachsen und der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag und Mitglied im Verein der Friedrich-Ebert-Stiftung, und Hanjo Lucassen, 1992 2010 Vorsitzender des DGB Bezirkes
Sachsen und Mitglied der SPD seit 50 Jahren, in der Ausstellung statt.

Die Wanderausstellung, die vom Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung erarbeitet wurde, lässt die wechselvolle Entwicklung der Partei lebendig werden von den Anfängen der Arbeiterbewegung als Staatsfeind Nr. 1 unter Bismarck bis zur modernen Oppositions- und Regierungspartei. Der historische Rundgang gibt den Besuchern anhand von Bilddokumenten und Erläuterungen einen anschaulichen Überblick über die sozialdemokratische Geschichte: von Persönlichkeiten wie Karl Marx, August Bebel oder Willy Brandt über zentrale Dokumente wie das Godesberger Programm von 1959 oder die Agenda 2010 bis hin zur aktuellen.

Rolle der SPD als moderner Partei, die sich im Zeitalter von Facebook und Twitter für eine demokratischere und sozialere Gesellschaft einsetzt.

Die Stadt Dresden ist Schauplatz wichtiger Ereignisse in der Geschichte der Sozialdemokratie. Im Mai 1849 fand hier der Maiaufstand statt, bei dem eine provisorische demokratische Regierung gebildet wurde. Das Aufbegehren wurde gewaltsam niedergeschlagen, 196 Menschen kamen dabei ums Leben. In Dresden fand 1903 einer der wichtigsten Parteitage der SPD statt, der den Höhepunkt des innerparteilichen Revisionismusstreits bildete. Der Parteivorsitzende August Bebel lehnte jede Form des Revisionismus entschieden ab und beendete damit vorerst die heftige Debatte. 1918 erreichte die Novemberrevolution auch Dresden, die zur Gründung des Freistaats Sachsen führte. 1906 wurde einer der bedeutendsten sozialdemokratischen Politiker in der Elbstadt geboren: Herbert Wehner. Er war von 1966 bis 1969 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, anschließend bis 1983 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.

Führungen durch die Ausstellung für Gruppen sind auf Anfrage möglich.

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 SPD Dresden-Plauen

Theme von Anders NorénHoch ↑